Bericht vom 28.01.2021

Darum ging es in der Monitoring-Sitzung am 28.01.2021

TOP 1: RÜCKBLICK 

1. Mitglieder und Vertretungen: Um die Vielfalt des Jungbuschs angemessen widerzuspiegeln, sollen möglichst alle Bevölkerungsgruppen des Quartiers in der Monitoringgruppe vertreten sein. Pandemiebedingt gestaltet sich die Akquise neuer Mitglieder schwierig. Dies gilt insbesondere für die Gruppe der jungen Menschen und Studierenden. In der Kreativ- und Kulturszene konnten hingegen Fortschritte erzielt werden. Die Kreativen und der Runde Tisch Kultur halten in den nächsten Tagen Treffen ab, bei denen sich Interessenten für eine Mitarbeit in der Monitoringgruppe vorstellen können. Auch Kinder und Jugendliche sollen eine Stimme im Quartier haben. Deshalb wird nach einer Tandem-Lösung aus einem Kind oder einem Jugendlichen und einem Coach, der bei den Aufgaben seine Hilfe anbieten kann, gesucht.

2. Sauberkeit im Quartier: Nachdem die Monitoringgruppe die Stadt auf vermehrte Sperrmüll-Ablagerungen aufmerksam gemacht hatte, wurden durch die Stadt neue Mitarbeiter eingestellt und Fremdfirmen mit der Entsorgung beauftragt. Zwar hat sich die Situation verbessert, allerdings scheint sich das Problem in die Hinterhöfe, etwa in der Beilstraße, verlagert zu haben. Die Stadt wird aus der Mitte der Monitoringgruppe nochmals auf die Situation aufmerksam gemacht. Außerdem soll das Problem des to-go-Verpackungsmülls durch Restaurants angegangen werden. Bei der Klimaschutzagentur können Gastronomen eine Förderung in Höhe von 200 € für die Einrichtung eines Mehrwegsystems beantragen. 100 € sollen davon beim Gastronomen verbleiben, während 100 € an den Verbraucher durch Preisreduzierungen weitergegeben werden sollen. Weitere Konzepte insbesondere für den Verpackungsmüll von Schnellimbissen sollen entwickelt werden.

TOP 2: TRANSPARENZ UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

In einem Pressegespräch mit dem Mannheimer Morgen soll auf die Arbeit der Monitoringgruppe seit ihrem Bestehen vor zwei Jahren zurückgeschaut werden. Auf welche Erfolge kann zurückgeschaut werden? Wo hakte es? Wo wollen wir hin? Welche Herausforderungen und Hindernisse erwarten uns? Das Pressegespräch soll auch genutzt werden, die Kommunikation in den Jungbusch hinein zu verbessern und die Arbeit transparenter zu gestalten.

TOP 3: CORONA IM QUARTIER

1. Impfungen: Die Impfquote bei migrantischen Senioren Ü80 ist sehr niedrig. Bisher haben sich aus dem Bereich Jungbusch/westliche Unterstadt lediglich zwei Senioren mit Migrationshintergrund impfen lassen. Die Stadt plant die Versendung von Briefen an alle Ü80-jährigen, um auf die Impfmöglichkeit hinzuweisen und Unterstützung bei der Anmeldung für einen Impftermin anzubieten. Eine hohe Impfquote besonders unter unseren älteren Mitmenschen ist sehr wichtig, um die Pandemie zu bekämpfen. Deshalb sollen die einzelnen Bevölkerungsgruppen im Jungbusch noch einmal angesprochen werden. Das Infektionsgeschehen korreliert mit der Bevölkerungsdichte. Da der Jungbusch ein dicht besiedeltes Quartier ist, stellt sich das Infektionsrisiko hier als besonders groß dar.

2. Einhaltung Kontaktbeschränkungen: Zur Bekämpfung der Pandemie kommt es neben der Impfung besonders auf die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen an. Das Quartiersmanagement Jungbusch und das Quartiersmanagement Neckarstadt-West arbeiten gemeinsam an Strategien, um besonders junge Menschen für die aktuellen Beschränkungen zu sensibilisieren.

3. Bildungs- und Digitaloffensive für Kinder und Jugendliche: Jugendtreffs, Sportstätten und Kultureinrichtungen sind pandemiebedingt geschlossen. In dieser Zeit der Entbehrungen versucht das Quartiersmanagement in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen besonders Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Bereich der außerschulischen Bildungsarbeit zu erreichen. Im Gemeinschaftsprojekt „Mein Busch 2.0“ sollen Tablets zur Nutzung für das Homeschooling an Kinder und Jugendliche verliehen werden. Außerdem sollen die Heranwachsenden in Kleingruppen unterstützt werden. Bisher wurden 14 Tablets für diese Arbeit angeschafft. Es liegen allerdings schon Zusagen für die Beschaffung weiterer Tablets vor. Für den technischen Support bei der Nutzung der Endgeräte haben sich zwei Mitglieder aus der Monitoringgruppe zur Verfügung gestellt.  

TOP 4: FUẞGÄNGERZONE BEILSTRAẞE

Die Beilstraße soll zur Fußgängerzone umgebaut werden. Dafür wurde nun von der Stadt nach längeren Vorberatungen eine Vorplanung erarbeitet. Danach soll im Seitenraum der Jungbuschstraße ein eingeschränktes Halteverbot VZ 286 nach StVO mit zeitlicher Begrenzung (Mo-Fr 6-11 Uhr, Sa 7-10 Uhr) für Lieferfahrzeuge gelten. Das Einfahren in die Beilstraße soll für den motorisierten Verkehr durch Pfosten von beiden Seiten verhindert werden, durch herausnehmbare Poller die Zufahrt der Beilstraße für Rettungsfahrzeuge und Müllfahrzeuge allerdings weiterhin ermöglicht werden. Fahrradabstellanlagen sind jeweils in der Beilstraße und an der Jungbuschstraße vorgesehen.

Die Monitoringgruppe hat sich mit der Vorplanung kritisch auseinandergesetzt und in der Folge mehrheitlich folgende Änderungsvorschläge beschlossen: Die durch herausnehmbare Poller blockierte Zufahrt von der Jungbuschsstraße in die Beilstraße soll komplett für den Verkehr geschlossen werden und somit nur noch die Zufahrt von der Böckstraße aus möglich sein. Anstatt herausnehmbarer Poller sollen versenkbare Poller verbaut werden und eine begrenzte Anzahl an Schlüsseln für die Poller im Quartier ausgegeben werden, damit auch Anwohner bei Bedarf ihre Wohnungen erreichen können. Die Position eines Sitzpodests in der neuen Fußgängerzone soll noch einmal evaluiert werden.

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